Pensionen werden 2017 um 0,8 Prozent angepasst


Seit heute stehen die statistischen Berechnungsgrundlagen für die Pensionsanpassung 2017 fest – die Pensionen werden nächstes Jahr um 0,8 Prozent angepasst. „Das ist angesichts der weit über die statistische Inflationsrate hinausgehenden Teuerung beispielsweise fürs Wohnen zu wenig. Kleinere Pensionen sollen daher ein stärkeres Plus bekommen“, fordert der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha in einer ersten Stellungnahme.
Blechas Forderung deckt sich mit den Plänen von Sozialminister Alois Stöger, der ebenfalls für die BezieherInnen kleiner Pensionen nachlegen will. Auch das Pflegegeld muss nach Ansicht Blechas jährlich valorisiert werden. „Das Pflegegeld wurde zwar heuer nach langer Zeit wieder einmal angehoben, das deckt aber bei weitem nicht die ständig höheren Kosten für Pflegedienste, Hygieneartikel, Heilmittel und Medikamentenkosten ab. Hier besteht großer Handlungsbedarf!“, so Blecha.

Verhandlungen mit Stöger und Schelling

Blecha will nun mit dem Sozialminister und dem Finanzminister verhandeln. „Sozialminister Stöger anerkennt unsere Forderungen, Finanzminister Schelling muss noch überzeugt werden“, so Blecha.

Bei Schelling hat der Pensionistenverband noch weitere Anliegen: „dass endlich auch die BezieherInnen einer Ausgleichszulage in die sogenannte ‚Negativsteuer-Regelung‘ aufgenommen werden und, dass pflegebedürftige Personen die außergewöhnlichen Belastungen der Pflegekosten mittels Steuer-Freibetrag bereits im laufenden Jahr monatlich bekommen und nicht erst per Jahresausgleich im Folgejahr“, gab der Präsident der stärksten Seniorenorganisation Österreichs bekannt.

Neu: Ausgleichszulage plus auf 1.000 Euro

„Mit der, beim Pensionsgipfel am 29. Februar 2016 beschlossenen, Ausgleichszulage-Plus sollen Personen, die obwohl sie mindestens 30 Jahre gearbeitet haben, aufgrund von niedrigem Lohn oder Teilzeittätigkeit nur geringe Pensionsansprüche erworben haben, künftig deutlich mehr bekommen. Die ‚Ausgleichszulage-Plus‘ wird für diese Anspruchsberechtigten von 883 Euro auf 1.000 Euro monatlich erhöht!


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